Geschichte

Aus der Geschichte der Stadt

 

Košice – eine der ältesten Städte der Slowakei – liegt an den Stellen, an denen der Fluss Hornád sein malerisches, bewaldetes Tal verlässt und in eine breite Ebene fließt. Sie gehört zu den Städten mit reicher und ruhmvoller Vergangenheit. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1230. Košice wird hier als „Villa Cassa“ bezeichnet. Die Stadt selbst gründeten deutsche Siedler aus Niedersachsen zusammen mit den slawischen Ortsansässigen im Jahre 1243. Man nimmt an, dass Košice 1290 die Stadtrechte und das Privileg der Errichtung von Stadtmauern erhielt. Durch die Privilegien von 1342 und 1347 wurde es zur freien Königsstadt und reihte sich unter die führenden Zentren von Ungarn ein. 1369 erteilte Ludwig der Große der Stadt Košice ein Wappen. Dies war das erste durch einen königlichen Wappenbrief bestätigte Stadtwappen in ganz Europa.
Nach einer Zeit wirtschaftlicher Blüte und relativen Friedens im 14. und 15. Jahrhundert durchlebte die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert sehr bewegte Zeiten, verursacht durch die Türkengefahr und eine Reihe von Ständerebellionen, während derer sie oft von einer Hand der Kämpfenden in die andere überging. Trotz Waffengeklirrs wurde Košice in dieser Zeit im Zusammenhang mit der Gegenreformation zur Universitäts- und Mittelschulstadt. Die Wirren der beginnenden Neuzeit wurden durch Frieden und allmählichen Aufschwung im 18. und 19. Jahrhundert abgelöst. Die neue Barockarchitektur, Nachfolgerin von Klassizismus und Romantik, wuchs heran, in die Stadt hielt der Adel Einzug, man befasste sich mit Kunst, Theater und gesellschaftlichem Leben. Bis Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Košice zu einer der bedeutendsten Industrienstädte Ungarns. 1918 wurde es Bestandteil der Tschechoslowaki­schen Republik. Erst die Okkupation von 1938 bis 1945 bedeutete wieder einen wirtschaftlichen und demografi­schen Verfall. Zu Ende des zweiten Weltkrieges war die Stadt für eine gewisse Zeit die Hauptstadt der erneuerten Tschechoslowakei.
In den fünfziger Jahren begann ihr stürmisches Wachstum, das vor allem der Bau der Ostslowakischen Eisenwerke begünstigte. Die Einwohnerzahl verfünffachte sich damals innerhalb einer Generation und die bebaute Fläche wuchs um das Zwanzigfache.